Und Handwerksbetriebe leisten innerhalb kommunaler Strukturen noch viel mehr: Sie schaffen Ausbildungsplätze, bieten wohnortnahe Arbeitsmöglichkeiten und stärken durch ehrenamtliches Engagement das Vereinsleben. Das Positionspapier "Zukunftsraum Handwerk - Strategien zur Entwicklung der regionalen Wirtschaft" soll Kommunen und Planern als Leitfaden für die Ansiedlung von kleinen und mittleren Handwerksbetrieben dienen. Es bietet praktische Impulse und zeigt, wie sich handwerkliche Infrastruktur entwickeln lässt.
42 Boxen, je 100 Quadratmeter groß, die auf zwei Etagen Raum für Lager und Büro eines Elektrobetriebes oder einen Friseursalon mit angeschlossenem Kosmetikstudio bieten: Das Modell Streetbox an der Bundestraße 303 unweit der Autobahnabfahrten Werneck und Euerbach steht beispielhaft für innovative Lösungen, um kleine und mittlere Betriebe in Kommunen anzusiedeln. "Unser Positionspapier soll Kommunen und Planern als Leitfaden dienen. Es bietet praktische Impulse und zeigt, wie sich handwerkliche Infrastruktur entwickeln lässt", erklärte Ludwig Paul, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken. Checklisten und Bedarfsprofile nach Gewerbegruppen liefern konkrete Planungshilfen. Das Positionspapier benennt zudem Anforderungen wie Stromanschlüsse, Parkflächen und weiter bautechnische Details, die handwerksfreundliche Rahmenbedingungen schaffen.
Um Projekte wie dieses zu realisieren bedarf es starker Allianzen zwischen Handwerk und Kommunen. Auch Niederwerrns Bürgermeisterin Bettina Bärmann betonte: "Vor allem der Mittelstand benötigt flexible und kurzfristige Lösungen. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik ist entscheidend." Einen klaren Fahrplan für diese Zusammenarbeit bietet ab sofort das Positionspapier der Handwerkskammer, das nun alle Kommunen in Unterfranken erhalten sollen.
Wer ein gedrucktes Exemplar des Positionspapiers möchte, wendet sich hierzu an Frau Kerstin Hoffmann von der Handwerkskammer für Unterfranken.