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Aktuelle Wirtschaftsnachrichten aus dem Landkreis Haßberge

"Ausgezeichnet"

Ein Prädikat, das nicht nur für die Produkte gilt, sondern auch für die Unternehmerin

Zum zweiten Mal wurden im bundesweiten Wettbewerb „Erfolgreiche Frauen im Mittelstand“ bemerkenswerte Gründerinnen sowie Nachfolgerinnen und Geschäftsführerinnen geehrt. Anne Feulner, Geschäftsführerin des Haßfurter Traditionshauses „MaintalKonfitüren“, konnte die Jury als eine von sechs Preisträgerinnen von sich überzeugen.

Den Preisträgerinnen gemeinsam sind ihr großes und andauerndes Engagement für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Nachhaltigkeit im Unternehmen. Neben Klimaschutzmaßnahmen zählen dazu Mitarbeiterbeteiligungen, Führung in Teilzeit, Unterstützung bei der Kinderbetreuung, Gesundheitskurse und weitere Maßnahmen zur Förderung der Mitarbeiterzufriedenheit. Trotz dieser Maßnahmen verlieren die Preisträgerinnen den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens nicht aus den Augen, sondern können stolz auf soliden Erfolg im Markt zurückblicken.

„Der Wettbewerb ist eine hervorragende Gelegenheit, Frauen in Führungspositionen mit ihren beeindruckenden Leistungen ins Licht zu rücken. Die Siegerinnen stehen exemplarisch für viele weibliche Führungskräfte im Land“
Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Für „Maintal Konfitüren“ ist diese Auszeichnung eine Bestätigung, den richtigenWeg zu gehen und dass dies auch erfolgreich im Mittelstand möglich ist. „Als Vorbild für die jüngere Frauengeneration ausgezeichnet zu werden, freut mich sehr. Als familiengeführtes Traditionsunternehmen liegen mir die langfristige und nachhaltige Unternehmenssicherung besonders am Herzen.Wir bei Maintal denken in Generationen und nicht in Quartalen. Als Mutter von zwei Kindern besteht bei mir ein großes Verständnis für die täglichen Probleme der Mütter und Väter“, so Feulner.

Der bundesweite Wettbewerb fand nach 2018 nun zum zweiten Mal statt. Ausgerichtet wird er vom Landesfrauenrat Rheinland- Pfalz sowie dem Institut für Familienunternehmen und Mittelstand derWHU– Otto Beisheim School of Management.

Wir gratulieren Frau Feulner zu dieser (weiteren) Auszeichnung!


"Ausgezeichnet" - dieses Mal nicht die Produkte, sondern die Geschäftsführerin Anne Feulner

marcapo wächst weiter

Pünktlich zum neuen Ausbildungsjahr startet marcapo mit fünf neuen Azubis.

Dabei hat einer von ihnen einen ganz besonders weiten Weg auf sich genommen. Amine Aamer hat für seine Ausbildung bei marcapo in Marokko den nächsten Flieger genommen. Ziel: Franken! Auszeichnungen gibt es für die fleißigen marcapo-Azubis des Öfteren.

Amine Aamer hat seine aber schon zu Beginn seiner Ausbildung verdient. Um in der Technologie Abteilung seine Ausbildung als Fachinformatiker zu absolvieren, hat er seine Heimat Marokko verlassen, mehrere Flugstunden inklusive Quarantäne-Zeit auf sich genommen, damit er ab sofort das marcapo-Team verstärken kann.

Mit ihm starten im September vier weitere neue Kollegen, die sich in Zukunft an den Standorten Bamberg und Ebern für Ihre Projekte und Belange einsetzen. Denn auch, wenn es in diesen Zeiten für viele Unternehmen einen organisatorischen Spagat bedeutet, Ausbildungen plangemäß starten zu lassen, so ist der Invest in Nachwuchskräfte einer der wichtigsten.

Inmitten von Homeoffice, Hygiene- und Abstandsregeln konnten sich insbesondere Ausbilder und Ausbildungspaten so organisieren, dass ein reibungsloser Start für die Auszubildenden gewährleistet ist.


Bild zeigt die beiden Geschäftsführer zusammen mit ihren neuen Auszublidenden

„Domainregistrierung“ nicht zahlen!

Erneut weist Wirtschaftsförderer Michael Brehm die Unternehmen darauf hin, Rechnungen vor dem Bezahlen gut zu prüfen. Dieses Mal stellt United Hosting Deutschland eine "Rechnung". Die Masche ist dieselbe wie der altbekannte Branchenbucheintrag:  Unternehmen erhalten ein als Rechnung getarntes Schreiben (per eMail mit PDF-Anhang) und werden aufgefordert, den Rechnungsbetrag zu überweisen. Doch das ist rausgeschmissenes Geld, denn der Rechnungsempfänger bekommt keine Leistung.

Wer ist überhaupt Rechnungsempfänger? Aus der Rechnung geht das nicht hervor.

In Rechnung gestellt wird scheinbar eine Domain-Registrierung. Das ist vermutlich auch der Grund, warum viele Unternehmen den Rechnungsbetrag anstandslos überweisen. Schließlich hat fast jedes Unternehmen eine Internet-Domain auf seinen Firmennamen registriert und fühlt sich deshalb angesprochen. Auch der Name United Hosting Deutschland ist sicher bewusst gewählt und soll zu einer Verwechslung mit einem tatsächlich existierenden, seriösen und ähnlich klingenden Unternehmen füh-ren. Doch die Domain-Registrierung ist frei erfunden, so wie auch der Rest der Rechnung von United Hosting Deutschland.

Die Nachricht selbst ist recht unscheinbar und wird deshalb wohl oft als echt eingestuft. Aber was stimmt an der Rechnung von United Hosting Deutschland nicht? Genau genommen stimmt gar nichts, alles ist von A bis Z frei erfunden. Denn auch wenn es so aussieht, es handelt sich um keine Rechnung, sondern ein Angebot. Das geht erst aus dem extrem klein gedruckten Text am Ende des Schreibens hervor. Nach Ansicht des Absenders kommt es mit der Zahlung des Rechnungsbetrages zu einem Vertrag. Allerdings stellt sich die Frage, mit wem es zu einem Vertrag kommen soll. Die Firma ist nämlich frei erfunden. Es gibt weder handelnde Personen noch einen konkreten Standort. Zudem hat dieses dubiose Unternehmen, welche Internet Domains registrieren möchte, noch nicht einmal selbst eine Webseite. So scheint es, dass einzig die Bankverbindung für Ihre Überweisung stimmen wird, damit die Betrüger an ihr Geld kommen.

Eine ordnungsgemäße Rechnung sieht anders aus

Da ist es fast schon nebensächlich, dass auch nicht alle Merkmale für eine ordnungsgemäße Rechnung (§ 14 Abs. 4 UStG) bei diesem Betrugsversuch erfüllt werden. So fehlt die korrekte Bezeichnung inklusive Rechtsform des Rechnungserstellers. Schließlich ist United Hosting Deutschland keine korrekte Firmenbezeichnung. Auch Angaben zum Geschäftsführer/Inhabers fehlen. Zudem ist noch nicht mal die Adresse des Rech-nungsempfängers – also des Unternehmens – angegeben. Steuernummer des Absenders? Fehlanzeige!

Was sollen Sie mit der Rechnung von United Hosting Deutschland machen?

Auf keinen Fall zahlen! Da nicht bekannt ist, wer hinter den vermeintlichen Rechnungen und dem Unternehmen steht, werden Sie Ihr Geld nicht mehr zurückbekommen. Jede Zahlung ist rausgeworfenes Geld. Statt zu zahlen, sollten Sie die eMail samt Rechnung löschen und ganz schnell vergessen. Es gibt keine berechtigte Forderung von United Hosting Deutschland.


Vorsicht Abzocke - United Hosting Deutschland

Rösler - kaum vorstellbar

FTS, AKL, Postprocessing für Additive Manufacturing, Rösler Academy, LMS, Lean Transformation, Mission & Vision, ... in Sachen innovativer Systeme ist die Firma Rösler aus Untermerzbach das fränkische Silicon Valley, das Unternehmen ein „hidden champion“.

Will man sich das breite Leistungsangebot, das geballte Know-how und den technologischen Fortschritt der Firma Rösler bildlich vorstellen, so muss man in den hohen Maßeinheiten unserer Wertesysteme fit sein. Das Unternehmen ist nicht nur Meister der Oberflächentechnik, sondern auch Vorreiter im Bereich Industrie 4.0, Unternehmensmanagement, Logistik und Bildung. Unter dem Motto „Mission und Vision“ hat sich das familiengeführte Unternehmen mit all seinen 1.760 Mitarbeitern in den letzten vier Jahren für die Zukunft gerüstet. In zahlreichen internen Workshops und mit bisher 537 Einzelprojekten wird täglich auf die Erfüllung der Vision von weltbester Qualität, optimalem Service und höchster Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit hingearbeitet. Eine Lean- Transformation, welche die Mitarbeiter nicht wegrationalisiert, sondern in die Prozessoptimierung integriert.

Dieser ganzheitliche Strukturwandel ist so erfolgreich gelungen, dass das wertvolle Wissen zum Thema Lean Management nun an der eigenen Academy an andere Firmen weitergegeben wird, neben den klassischen Schulungsthemen Gleitschliff- und Strahltechnik. Für Mitarbeiter steht mit dem Learning Management System (LMS) der Rösler Academy außerdem ein digitaler Aus- und Weiterbildungskatalog inklusive E-Learning, Seminaren und Workshops zur Verfügung.

Im Juni 2019 wird der speziell hierfür errichtete, 1.350 qm große Neubau als Schulungsgebäude eröffnet. In einem interaktiven Lernumfeld können die Seminarteilnehmer dann von insgesamt 17 zertifizierten Dozenten lernen. Auch die Abteilung der noch jungen Rösler Submarke AM Solutions wird in diesem Neubau Platz finden. Sie hat sich auf das brisante Thema der Nach- und Oberflächenbearbeitung von 3D-Druckteilen spezialisiert. Als Spitzenreiter in diesem stark wachsenden Wirtschaftssektor bietet AM Solutions einen allumfassenden und kundenspezifischen Service entlang der gesamten Postprocessing Kette an. So kann die bisher sehr aufwändige, manuelle Nachbearbeitung von 3D-Druckteilen zeitlich um bis zu 80 % reduziert werden. Das Ziel ist es, 3D-Druckkomponenten somit auch für die Serienfertigung nutzbar zu machen.

Der technologische Wandel wird bei Rösler auch im Bereich Logistik sichtbar. Hier transportieren fahrerlose Transportsysteme (FTS) täglich 200 Tonnen Material von A nach B. Hinter intelligenten Systemen verbergen sich intelligente Menschen – Rösler beschäftigt eigene Softwareentwickler, die diese hochkomplexe, logistische Infrastruktur pflegen. Durch fortgeschrittene Automatisierung z.B. der Kleinteillager (AKL) werden nicht Mitarbeiter, sondern unnötige Wege gespart. Jährlich sage und schreibe bis zu 39,5 Millionen Schritte. Das kommt in eineinhalb Jahren einer Erdumrundung gleich


MEHRWERTSTATT in der Corona-Krise

Sicherlich stand für zahllose Unternehmen ab März die Aufrechterhaltung des Betriebs und Gesundheit der Beschäftigten ganz oben auf der Prioritätenliste. Mitarbeiter wurden ins Homeoffice oder gar in Kurzarbeit geschickt, externe Besucher hatten keinen Zugang zum Werksgelände, Fort- und Weiterbildungsangebote wurden abgesagt und untersagt.

Ungewöhnlich, ungewohnt, aber notwendig.

Auch für die Gründer der MEHRWERTSTATT bedeutete dies erst einmal den Stillstand ihres Betriebes. Denn dem Unternehmensberatungsunternehmen waren quasi von heute auf morgen ebenfalls alle eingeplanten Workshops und Seminare abgesagt oder auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Deshalb hieß es für die Mitarbeiter der MEHRWERTSTATT, mit dieser Situation zurecht zu kommen und neue Wege zusammen mit den Unternehmen zu finden, die es ermöglichen, die Leistungen „corona-gerecht“ zu erbringen. Und so wurden die Angebote kurzerhand „online“ abgehalten, um die Führungskräfte und Mitarbeiter der Unternehmen doch erreichen zu können.. Selbst bei Daniela Winter und bei Bernd Geisel musste dieser Lernprozess innerhalb kürzester Zeit durchlaufen werden, um den Betrieb der MEHRWERTSTATT sicherzustellen.

 

Seit Jahren propagiert, aber zu spät reagiert

Mobiles Arbeiten ist seit Jahren ein Thema in den Unternehmen, zumindest in den Köpfen. Konsequent vorangetrieben wurde dies – wie auch die Digitalisierung selbst - bisher aber nur von den wenigsten. Deshalb war es während des Shutdowns – und auch jetzt noch - gar nicht so einfach, die nötigte Hardware zu beschaffen und in die IT-Sicherheitsstruktur des Betriebes einzubinden. Eine weitere Herausforderung war sicherlich, die richtige Software zu finden: „Welche Onlinetools gibt es? Wie funktionieren sie? Welche Funktionalitäten bieten sie? Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis?“. Tag für Tag sammelten Bernd Geisel und Daniela Winter hierzu neue Erkenntnisse und Erfahrungen, bis sie schließlich festgestellt hatten, das es DIE Lösung gar nicht gibt, sondern unterschiedliche, auf die jeweiligen Bedarfe zugeschnittene Lösungen sind, die der Markt derzeit hergibt. Wie das Dienstleistungsportfolio der beiden Unternehmer auch.

Mittlerweile geben Daniela Winter und Bernd Geisel keine Präsenz-Meetings und Workshops mehr, sondern skypen, zoomen, machen eine Webex und schicken ihre Informationen und Daten durch die Internet-Wolke (Cloud). Anfangs noch mit Notebookmikro und -lautsprecher ausgestattet, wurde nach und nach wertiges und bequemes Equipment wie Headset und Webcam beschafft. Wie sich herausgestellt hatte, war auch diese Beschaffung gar nicht so einfach. Denn die Nachfrage nach derartigem Equipment hatte immens zugenommen und die Lieferketten aus China waren ja unterbrochen.

Überraschend war für Daniela Winter und Bernd Geisel v.a., dass nicht nur die kleinen Unternehmen über zu wenig geeignete Hard- und Software verfügten, sondern selbst größere Betriebe nicht wirklich auf ein durchgängiges mobiles Arbeiten ihrer Mitarbeiter aus dem Homeoffice eingestellt und entsprechend ausgerüstet waren. Hingegen bestätigen können die beiden jedoch, dass trotz einiger Bedenken in den Führungsebenen die Führungskräfte und Mitarbeiter den gegenteiligen Beweis angetreten sind, dass man im Homeoffice vieles einfacher, schneller  und unkomplizierter erledigen kann. Mit Entscheidungsfreudigkeit, Kreativität und Improvisationsvermögen wurde daher in vielen Heimarbeitsplätzen effizienter als erwartet und problemloser als befürchtet das tägliche Pensum bewältigt.

„Wir hatten uns nie mit dem Gedanken beschäftigt, Seminare und Workshops - anstatt vor Ort – alternativ auch online durchzuführen“ stellt Bernd Geisel fest. „Jetzt haben wir unsere Konzepte überarbeitet, Durchführung und Methodik angepasst, so dass aus dem Seminar ein Webinar geworden ist“ ergänzt Daniela Winter. „Wir müssen unsere Unternehmensvision „Erfolgreich Werte schaffen“ wohl auf „Erfolgreich Werte auch online schaffen“ erweitern“ scherzt Bernd Geisel.

Bestes Beispiel ist die Seminarreihe „Unternehmen.Führen.Digital.“, die vom Regionalmanagement des Landkreises ursprünglich als Präsenzveranstaltung geplant und wegen Corona bis jetzt jedoch online durchgeführt worden war. „Ganz ohne Präsenzveranstaltung sollte und wird es nicht gehen“, meint Michael Brehm, Wirtschaftsförderer am Landratsamt. Er vermisst v.a. den Erfahrungsaustausch vor und nach Präsenzveranstaltungen.  Online-Meetings sind zwar kompakt, aber wegen der auf Stumm geschalteter Mikrofone dann oft doch nur Monologe.

Bernd Geisel kann dies bestätigen und hat dies mit seiner Kollegin im Beratungsangebot berücksichtig. Das Coaching von Projektteams der beiden MEHRWERTSTÄTTER wird agil, online und digital durchgeführt. Auch das Führungskräfte-Coaching sowie die Beratung zu Verbesserungskonzepten erfolgt vor dem Bildschirm, was bei zahlreichen Kunden in der Form auch Anklang findet.

Denn Online bedeutet auf jeden Fall einen nicht zu unterschätzenden Zeit- und Kostenvorteil. Es bleibt viel weniger Zeit auf der Strecke, Hotel-  und Fahrtkosten entfallen. Selbst die Terminplanung ist einfacher geworden. Denn sich in eine „Sitzung“ einzuloggen, funktioniert quasi jederzeit und von überall aus – vorausgesetzt, die Internetleitung steht oder das Mobilfunknetz ist verfügbar.

In den vergangenen Tagen und Wochen hat sich die Situation im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie mehr und mehr entspannt, so dass selbst in den Betrieben viele Vorsichtsmaßnahmen etwas gelockert werden konnten.  Die Tage, bis eine effiziente Mischung von Online- und Präsenzmaßnahmen möglich sein wird, scheinen deswegen absehbar zu sein.

Wie Daniela Winter und Bernd Geisel blicken wahrscheinlich wohl viele Dienstleister wieder etwas zuversichtlicher in die Zukunft. Bleibt zu hoffen, dass Vernunft und Disziplin auch außerhalb des Landkreises weiter die Oberhand behalten …

DIGITALISIERUNG - Krise als Chance nutzen

Martina Thomas aus Hemmendorf hat aus der Not eine Tugend gemacht und ihr Coaching auf online umgestellt. 

"BERUFung mit Zukunft" und "Unternehmen.Führen.Digital." online verfügbar

Ein heller, luftiger Raum, draußen zwitschern die Vögel, man sieht nur Natur. Schön ruhig ist es hier, ein idealer Ort für Persönlichkeitsentwicklung. Das sehen auch die Kunden von Martina Thomas so, die sich hier normalerweise einzeln oder in kleinen Gruppen zu Coachings und Workshops einfinden. Jetzt sitzt Martina Thomas allein vor zwei Bildschirmen und blickt ins Grüne. Auf ihrem Kopf hat sie ein Headset. Sie ist gerade online, seit gut einer Stunde ist sie schon in einem Coaching mit einer Kundin. Auf dem Bildschirm werden Kreise und Dreiecke als Figuren dargestellt und Begriffe dazugeschrieben. Das Gegenüber am Bildschirm schiebt die „Figuren“ an eine andere Stelle, ergänzt einen Begriff. Beide arbeiten konzentriert an Lösungen für einen beruflichen Konflikt. Hier findet gerade eine Beratung für die Gleichstellungsstelle des Landkreises statt im Rahmen des Programm „BERUFung mit Zukunft.



Krise als Chance – warum nicht mal online coachen

Martina Thomas erinnert sich noch genau: „Am Montag, 16. März saß ich morgens hier im Coaching-Raum vor meiner Jahresplanung und sagte zu mir – das Jahr 2020 kannst du wohl vergessen“. Fest eingeplant waren jede Woche Workshops oder Seminar-Einheiten, auch die Beratertage oder die Seminare im Rahmen von „Unternehmen.Führen.Digital.“. „Ich bin kurz der Verzweiflung erlegen und hatte einen echten Tiefpunkt. Dann habe ich mich daran erinnert, dass ich schon seit einiger Zeit online-Coaching im Angebot habe, es aber nie richtig meinen Kunden angeboten hatte und dachte mir, wenn nicht jetzt, wann dann?“ Martina Thomas schnappte sich den Telefonhörer und rief ihre Kunden an. Viele waren offen für neue Erfahrungen und wollten das online-Coaching ausprobieren. 

Und so startet sie. Von Coaching-Termin zu Coaching-Termin lernt sie dazu, Technikprobleme ausmerzen, verschiedene Plattformen ausprobieren, Coaching-Werkzeuge testen: So wie die Figuren-Arbeit am Bildschirm. „Vor zwei Monaten hätte ich mir das nicht vorstellen können, dass ich Aufstellungen online machen kann“, freut sich Martina Thomas heute. Mit Aufstellungen werden im Coaching beispielsweise Konflikt-Situationen mit Figuren oder Gegenständen dargestellt, damit der Kunde von außen auf die Situation draufblicken kann, um eine andere Perspektive ein- und wahrzunehmen und Lösungen zu finden. Coaching ist etwas Persönliches, ein vertrauensvoller Raum, und das bietet online-Coaching ebenso, wenn Coach und Kunde sich auf die Erfahrung einlassen. „Viele Kunden schätzen die Online-Variante inzwischen sehr, man ist in seinem geschützten Raum und trotzdem ist der Coach, der Experte dabei“.

Mit der Zeit wurde sie mutiger und hat dann auch noch Webinare dazu genommen. „Als ich das erste Mal mit 14 Personen in einem Online-Raum war, hatte ich schon zu tun, um den Überblick zu behalten.“ Viele sind im Moment mutig, etwas Neues ausprobieren und den digitalen Alltag zu erproben Das Schöne an der momentanen Ausnahmesituation: für viele sind diese Online-Meetings und -Konferenzen Neuland. Und viele sind offen dafür, jetzt solche Dinge auszuprobieren und darin sieht Thomas auch eine große Chance. Eine Option, die sie auch nach Corona beibehalten will. „Ich war schon immer sehr Internet-affin und aktiv auf Social Media und habe auch viele Kontakte von früher, die aus ganz Deutschland kommen. Diesen Menschen kann ich natürlich online viel leichter zur Verfügung stehen“. Aber auch im weitläufigen Landkreis Haßberge sind online-Coaching oder Webinare jetzt und in Zukunft eine gute Alternative. „Einige sagen, sie sind froh, wenn sie nicht eine Stunde über Land fahren müssen, um zu mir zu kommen“, bekräftigt Thomas. Sie wird die Online-Arbeit beibehalten, in einer Mischung mit Präsenz-Terminen, die mit Einhaltung von allen Corona-Regeln inzwischen ja auch wieder stattfinden dürfen.

Mehr Infos unter www.stepscoaching.de

Sprechtag HWK Ebern

Die Betriebsberatung der Handwerkskammer für Unterfranken bietet am Mittwoch,

den 08. Juli 2020 (abgesagt),

05. August 2020 und

02. September 2020

Beratungen für Handwerksbetriebe und Existenzgründer im Handwerk an. Beratungsfelder sind u.a. Finanzierung (Fördermittelfinanzierung), Rentabilitätsberechnung, Gestaltung und Betriebsübergaben/-übernahmen und konzeptionelle Existenzgründungsberatung.

Die Beratung findet von 10:00 bis 12:00 Uhr in der Verwaltungsgemeinschaft Ebern, Rittergasse 3, in Ebern statt. Um Terminvereinbarung wird gebeten, Tel.: 09771 63589-42


Energiesprechtage der IHK

Wirtschaftsförderer Michael Brehm vom Landratsamt Haßberge weist ebenfalls darauf hin, dass auch die Energiesprechtage der IHK Würzburg-Schweinfurt stattfinden werden. Ebenfalls online, per Videokonferenz.

Unternehmen, die dieses Beratungsangebot der IHK in Anspruch nehmen möchten, werden gebeten, sich vorab telefonisch (0931/4194-362) oder per eMail mit Frau Roth von der IHK zwecks Terminvereinbarung in Verbindung zu setzen.

Die Termine im Überblick:

  • 25. Mai 2020
  • 24. Juni 2020
  • 23. Juli 2020
  • 23. September 2020
  • 13. Oktober 2020
  • 23. November 2020
  • 16. Dezember 2020

https://www.wuerzburg.ihk.de/details/veranstaltung/energiesprechtag-222489.html

Finanzierungssprechtag der IHK Würzburg-Schweinfurt

Wirtschaftsförderer Michael Brehm vom Landratsamt Haßberge weist darauf hin, dass der für 20. Mai 2020 anberaumte Finanzierungssprechtag der IHK Würzburg-Schweinfurt stattfinden wird. Allerdings nicht wie ursprünglich vorgesehen mit Einzelfallberatung im Gebäude der Stabsstelle Kreisentwicklung, sondern online, per Videokonferenz.

Unternehmen, die das Beratungsangebot der IHK in Anspruch nehmen möchten, werden deshalb gebeten, sich vorab telefonisch (0931/4194-377) oder per eMail mit Herrn Hofmann von der IHK zwecks Terminvereinbarung in Verbindung zu setzen.


https://www.wuerzburg.ihk.de/finanzierung.html

Unternehmen.Führen.Digital. - wirklich

Sicherlich – die heimische Wirtschaft hat derzeit größere Sorgen, als sich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen. Dennoch bzw. gerade deswegen haben sich Wirtschaftsförderung, Regionalmanagement und Bildungskoordination am Landratsamt Haßberge überlegt, wie die angekündigten Seminarangebote zu „Unternehmen.Führen. Digital.“ trotz Versammlungsverbot und Ausgangsbeschränkung aufrecht erhalten werden können. Was bietet sich bei diesem Themenfeld an? Genau, Workshops komplett digital anzubieten. Ein erster Testlauf mit den Referenten Martina Thomas (steps.coaching), Daniela Winter und Bernd Geisel (Mehrwertstatt) sowie Jens Weinkauf (Querdenkermanufaktur) auf der einen Bildschirmseite, Wirtschaftsförderer Michael Brehm vom Landratsamt auf der anderen Seite des Bildschirms hat gezeigt: es funktioniert tatsächlich!

„Natürlich ist diese Art der Fortbildung wohl nicht nur für mich etwas völlig Ungewohntes. Aber die Entwicklung geht doch sowieso in diese Richtung. Warum also nicht jetzt die Gelegenheit nutzen, um sich auf später vorzubereiten?“
Wirtschaftsförderer Michael Brehm

Auch Sonja Gerstenkorn und Anja Güll, die beiden Kolleginnen, die am Programminhalt mitgewirkt haben, sehen das genauso. „Machen wir aus der Not eine Tugend“ lautet deshalb ihr Fazit. Natürlich ist es das Ziel, die Seminarreihe „Unternehmen.Führen. Digital.“ baldmöglichst in der ursprünglich geplanten Form fortzuführen, nämlich mit einem Präsenztag im Landhotel Rügheim, gefolgt von einem Webinar einige Tage später. Bis es soweit ist, wollen die Akteure auf jeden Fall den Versuch des „digitalen Lernens“ starten.

Weil es dem einen oder der anderen in der aktuellen Situation vielleicht aus finanziellen Gründen nicht möglich wäre, die Seminarreihe zu buchen, werden die Online-Seminare bis auf Weiteres kostenlos angeboten. Dies ist insbesondere dank der Regionalmanagement-Fördermittel des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie möglich. Dennoch ist aus Lizenzgründen eine Voranmeldung notwendig. Denn für das „Conferencing“ ist die Installation einer kleinen Webinar-Software erforderlich. Die angemeldeten Teilnehmer erhalten nach ihrer Anmeldung eine Meeting-ID, um sich im Online-Seminarraum einloggen zu können. Zusätzlich sollten die Teilnehmer mit einer Kamera und einem Mikrofon ausgestattet sein – eine Hardware, die heutzutage jeder Laptop und jedes Tablet bereits mitbringt …

Nähere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind verfügbar unter der URL https://unternehmen-fuehren.digital.


https://unternehmen-fuehren.digital/

Unternehmen.Führen.Digital.

Regionalmanagement, Bildungskoordination und Wirtschaftsförderung des Landkreises legen Seminarprogramm für Unternehmen auf.

Die Vorbereitung nahm einige Zeit in Anspruch - Themenschwerpunkte definieren, Unternehmensbedarfe abfragen, Termine finden, Lokalität finden, Finanzierung sichern … Doch nun ist es soweit. Die Regionalmanagerin Sonja Gerstenkorn und die Bildungskoordinatorin Anja Güll haben gemeinsam mit Wirtschaftsförderer Michael Brehm eine Seminarreihe aufgelegt, für die sich die heimischen Unternehmer ab sofort anmelden können.

Die Seminarreihe besteht aus insgesamt 8 Modulen mit je einem Präsenz- und einem Online-Folgetermin. Die Module können einzeln oder "im Paket" gebucht werden.

Nähere Informationen finden Sie unter www.unternehmen-fuehren.digital . Den Online Flyer (mit Möglichkeit, sich frühzeitig anzumelden) finden Sie hier.

Den Kick-Off in das Veranstaltungsjahr bildet natürlich der Unternehmer-Empfang am 4. März im Lokwerk.

 

 


Seminarreihe mit Unternehmerempfang

Staatsehrenpreis für Naturbäckerei Oppel

Bereits zum 2. Mal wird die Naturbäckerei Oppel aus Rauhenebrach mit dem Staatsehrenpreis für Bayerns beste Bäcker ausgezeichnet.

Bayerns Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber zeichnete anfangs Dezember insgesamt 20 Bäckereihandwerksbetriebe mit dem Staatsehrenpreis aus. Bei einem Festakt in der Münchner Residenz überreichte sie den Preisträgern entsprechende Medaillen und Urkunden. „Ihr Handwerk ist gelebte Tradition und steht für beste Qualität. Auf diese hohe Auszeichnung dürfen Sie zu Recht stolz sein, denn Sie gehören zu den besten Bäckereien Bayerns“, sagte die Ministerin in ihrer Laudatio.

Zum Ruf des Freistaats als Spezialitäten- und Genussland leisten die Bäcker im Freistaat ihren Worten zufolge einen unverzichtbaren Beitrag. Die Naturbäckerei Michael Oppel wurde nach 2016 bereits zum 2. Mal gekürt - herzliche Gratulation!


v.l.n.r. Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber, Michael und Sandra Oppel, Landesinnungsmeister Heinz Hofmann

Wie mache ich mich selbständig?

Der erfolgreiche Aufbau einer selbstständigen Existenz hängt von vielen Faktoren ab. Eine gute Idee, unternehmerische Eigenschaften und eine durchdachte Konzeption stellen wesentliche Voraussetzungen für eine gesicherte Unternehmensgründung dar. Einen besonderen Stellenwert in der Vorbereitungsphase nimmt die Gründungsplanung ein. Sie zeigt Chancen und Risiken auf und bietet dem Existenzgründer wichtige Entscheidungshilfen.

Wie eine umfassende Planung aussehen sollte und was man dabei alles beachten muss, erfahren Gründungswillige in dem eintägigen Seminar in prägnanter und knapper Form.

Inhaltlich geht es in den Seminaren um die Kernthemen

  • Das Gründungskonzept (die Person, der Standort, die Märkte, Kunden Wettbewerb)
  • Rentabilität, Umsatz, Kosten und Gewinn, Liquidität, öffentliche Finanzierungshilfen
  • Rechtsform, Firmenname, Haftung, Pflichten

Veranstalter dieser kostenpflichtigen Seminare ist die IHK Würzburg Schweinfurt. TeilnehmerInnen aus dem Landkreis Haßberge erhalten - nach vorheriger Abstimmung mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises - einen 50prozentigen Seminarzuschuss (max. 100,- EUR).

Nähere Informationen finden Sie im IHK-Flyer (pdf)


Existenzgründerseminare der IHK Würzburg-Schweinfurt 2020

Warum die Haßberge das Silicon Valley für Kunststoff sind

Landtagspräsidentin Ilse Aigner informierte sich bei den Fränkischen Rohrwerken über die Herstellung von Kunststoffrohren und anderen Kunststoffteilen.

Die Hersteller von Kunststoffrohren und anderen Kunststoffteilen bieten mehr als 4500 Arbeitsplätze im Landkreis Haßberge. Ein Drittel aller derartigen Arbeitsplätze bundesweit befindet sich im Landkreis. Die hohe Dichte der Hersteller ist weltweit einzigartig und macht den Landkreis zu dem, was das Silicon Valley für die Softwarebranche darstellt. Was aus Sicht von Firmen, Wissenschaft und Lokalpolitik noch fehlt, ist eine wissenschaftliche Einrichtung, die gezielt Forschung auf diesem Gebiet betreibt und viele Vorteile für die Region bringt. Laut Landrat Wilhelm Schneider soll das TTZ (Technologie-Transfer-Zentrum) in der ehemaligen Berufsschule in Haßfurt entstehen. Die Stadt Haßfurt würde zusammen mit dem Landkreis Haßberge in Vorleistung gehen und das Gebäude generalsanieren. Die Einrichtung sei eine Stütze für die Unternehmen und eine universitäre Möglichkeit für junge Menschen.

Prof. Dr. Volker Herrmann von der Hochschule für angewandte Wissenschaften an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt betonte, dass es falsch sei, Kunststoffe zu verteufeln. „Ohne Kunststoffe ist die Energiewende nicht zu schaffen“, sagte er in seinem Vortrag. Das geplante TTZ habe Vorteile für die Unternehmen, die Studierenden und für die Hochschule selbst. Die Unternehmen würden Zugang zu wissenschaftlichen Ressourcen wie Laboren, Maschinen, Studierenden und Wissenschaftlern erhalten. Sie könnten Fördergelder erhalten und würden vom Wissen profitieren, das aus geförderten Projekten entstand. Zudem hätten die Firmen früh Kontakt zu potenziellen zukünftigen Mitarbeitern. Die Studierenden hätten im Umkehrschluss früher Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern. Die Aufgabenstellungen wären interessant und praxisnah mit hervorragender Betreuung. Die Hochschule selbst bekäme Zugang zu praxisrelevanten Themen. Durch angewandte Forschung würde sich die Attraktivität für die Studierenden steigern. Ein wichtiger Forschungsschwerpunkt wären das Recycling und der Einsatz nachwachsender Rohstoffe. Weitere Forschungen beträfen die Erhöhung der Lebensdauer von Kunststoff-Rohrsystemen, eine effizientere Produktion oder die Herstellung von „Smart Pipes“, die sich beispielsweise bei Leckagen automatisch abdichten. Das TTZ sei ein „Kunststoffkompetenzzentrum“ und ein Hilfezentrum für die Kunststoff-Firmen. Rund acht Millionen Euro müssten in den ersten fünf Jahren investiert werden. Danach müsse sich das TTZ selbst tragen, so Herrmann.

lse Aigner zeigte sich überzeugt, dass ein Forschungstransfer nötig und auch „offensichtlich sinnvoll“ sei. Die Kosten sollten jedoch transparent aufgezeigt werden, um sie dem Wissenschaftsministerium vorlegen zu können. Steffen Vogel verwies darauf, dass in den umliegenden Landkreisen bereits wissenschaftliche Einrichtungen wie das TTZ vorhanden seien. Der Landkreis Haßberge sei der einzige Landkreis in der Region ohne eine vergleichbare derartige Einrichtung. Er habe Sorge, dass der Landkreis Haßberge zwischen den benachbarten Landkreisen „zermahlen“ wird. „Wir brauchen das TTZ unbedingt für die Weiterentwicklung des Landkreises. Es hängen Arbeitsplätze dran“, sagte Vogel.


Julius Kirchner, Otto Kirchner, Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Bürgermeister Claus Bittenbrünn bei der Besichtigung des neu eröffneten Werk 2 der „Fränkischen“ in Königsberg. Foto: Martin Schweiger

Unternehmen.Führen.Digital.

Wirtschaftsförderung, Regionalmanagement und Bildungsregion arbeiten gemeinsam mit Dozenten an einem Seminarangebot für Unternehmen.

 

Im ersten Schritt wird über eine kleine Unternehmensbefragung bzw. Online-Umfrage erhoben

  1. welche Themen für Unternehmen besonders interessant/relevant sind,
  2. zu welcher Tageszeit Seminare stattfinden sollten und
  3. ob sog. Collaboration-Plattformen genutzt werden.

Drei Fragen, die in 5 Minuten beantwortet sind.

Die Unternehmen werden zwar explizit auf die Umfrage hingewiesen. Sie können aber auch über diesen Link hier an der Umfrage teilnehmen.

 

 


Sonja Gerstenkorn, Martina Thomas, Jens Weinkauf, Bernd Geisel, Anja Güll und Michael Brehm beim Konzipieren neuer Seminarangebote für Unternehmen

Brexit - das Aus für die Limited (Ltd.)?

Noch weiß keiner, was aus dem Brexit wird - am allerwenigsten wohl die Briten selbst. Dennoch sollten sich Firmeninhaber, die ihr Unternehmen in Form einer englischen Limited (Ltd.) führen, Gedanken machen.

Die Rechtsform der britischen Limited ist attraktiv. Ähnlich wie eine GmbH ist eine Limited haftungsbeschränkt, kann jedoch mit deutlich weniger Kapital als eine GmbH gegründet werden. Durch den Brexit wird diese Form der Rechtsform riskant. Bei einem "harten Brexit" ist die Gefahr groß, dass Gesellschafter von Limited mit ihrem privaten Vermögen haftbar gemacht werden können.

So schaffen Sie den Sprung aus der Limited vor dem Brexit

Ähnlich wie eine GmbH ist eine Limited haftungsbeschränkt. Gerade die schnelle Gründung und die geringe Gründungseinlage von mindestens einem Pfund machte die Limited für 30.000 deutsche Gründer attraktiv. Da Großbritannien bisher Mitglied der EU ist, konnten Jungunternehmer direkt nach der Gründung einer englischen Limited ihren Verwaltungssitz nach Deutschland verlegen. Die Rechtsform als solche wurde weiter anerkannt. Wenn am 29. März 2019 das Vereinigte Königreich nach den bisherigen Plänen aus der EU austritt, bringt das für deutsche Limiteds ein hohes Risiko. Sollte es bis dahin nicht zu einer Übergangsregelung kommen, werden Limiteds in Deutschland wie eine OHG oder eine GbR behandelt. Grund dafür ist, dass die Limited nicht mehr anerkannt wird. Das hat zur Folge, dass Unternehmer mit ihrem Privatvermögen haften.

Wer ist betroffen?

Grundsätzlich müssen Limiteds mit deutschem Verwaltungssitz damit rechnen, ihre Rechtsform nach dem Brexit aberkannt zu bekommen. Nicht alle Varianten der britischen Limited sind betroffen. Bei einem harten Brexit gilt wieder die Sitztheorie. Also die Annahme, dass eine Firma eine gültige Rechtsform in dem Land haben muss, in dem ihr Verwaltungssitz ist. Bisher profitierten Unternehmer von der Niederlassungsfreiheit der europäischen Wirtschaftszone. Somit waren auch "deutsche Limiteds" möglich, da die Niederlassungsfreiheit rechtlich über der Sitztheorie verankert ist.

Die kompletten Hinweise, Tipps & Tricks finden Sie auf der Homepage der Industrie- und Handelskammer München & Oberbayern.


Die englische Limited (Ltd.), der Brexit und die Folgen

Gemeinsam für das Exzellenzzentrum Polymerextrusion

Einstimmige Beschlüsse: Kreistag Haßberge und Stadtrat Haßfurt ebnen den Weg für ein Technologietransferzentrum.

Wellrohr-Extrusion in der Kunststoffherstellung erfordert eine spezialisierte Ausbildung der Fachkräfte und Ingenieure. Da waren sich alle einig: die Mitglieder des Kreistages Haßberge und des Stadtrates Haßfurt haben am Montag (21.10.2019) in einer gemeinsamen Sitzung die Weichen dafür gestellt, der vielseitigen Bildungslandschaft des Landkreises einen wichtigen Baustein hinzuzufügen. Bis 2023 soll in der Kreisstadt ein Kunststoffkompetenzzentrum entstehen. Erster Schritt ist die Etablierung eines Technologietransferzentrums auf dem Gelände der Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt.

Die Kosten für die Sanierung und Umbau des Gebäudes belaufen sich nach einer ersten Berechnung auf rund 5,3 Millionen Euro, die sich die Stadt Haßfurt und der Landkreis Haßberge teilen werden. Um die auf fünf Jahre befristete Stiftungsprofessur zu finanzieren - im Jahr fallen 130.000 Euro an - wurden neben dem Landkreis Haßberge und der Stadt Haßfurt zahlreiche Partner mit ins Boot geholt, wie etwa die Unternehmen, Kreditinstitute, IHK und Handwerkskammer, die eine Beteiligung in Aussicht gestellt haben.

Die Notwendigkeit für eine solche Einrichtung sei bereits 2017 bei der Fortschreibung des Regionalplans der Region Main-Rhön im Kapitel "Wirtschaft" festgestellt worden. "Das fehlende Hochschulangebot wirkt sich auf unsere Bevölkerungsstruktur aus: viele junge Menschen verlassen unseren Landkreis zum Studium und anschließender Beschäftigung, falls überhaupt, kehren sie erst relativ spät wieder zurück", skizziert der Landrat die Situation. Die Lösung für dieses Problem: Lokale Unternehmen untereinander und mit wissenschaftlichen Einrichtungen vernetzen und in starken Branchen Kompetenzzentren einrichten [weiter lesen]

Weitere Artikel und Berichterstattungen zum Thema finden Sie hier:


Gemeinsam für das Exzellenzzentrum Polymerextrusion

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